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Joaquín Sorolla: Licht und mediterrane Kunst
Joaquín Sorolla: Licht und mediterrane Kunst
Joaquín Sorolla: Lebensgeschichte
Einer der bedeutendsten Maler Spaniens im 20. Jahrhundert war zweifellos Joaquín Sorolla. Geboren in Valencia im Jahr 1863, wurde Sorolla von seiner Tante und seinem Onkel aufgezogen, da seine Eltern starben, als er erst zwei Jahre alt war. Obwohl versucht wurde, ihm das Schlosserhandwerk beizubringen und ihn in die Fußstapfen seines Onkels treten zu lassen, war Sorolla bereits in jungen Jahren leidenschaftlich an Kunst interessiert und besuchte mit nur 11 Jahren nachschulische Zeichenkurse.
Mit 16 Jahren trat er in die Escuela Superior de Bellas Artes de San Carlos in Valencia ein und entwickelte sein künstlerisches Talent weiter. Während er die traditionellen Meister studierte, die vor ihm kamen, war klar, dass Joaquín Sorolla dem Kunstbetrieb etwas anderes zu bieten hatte. Seine Arbeiten entsprachen nicht immer den traditionellen Normen, und er verlor Wettbewerbe, weil er unklassische Themen behandelte. Gegen Ende der 1880er Jahre änderte sich dies jedoch, und Sorolla wurde ermutigt und geschätzt, als er bei zahlreichen Kunstwettbewerben Medaillen gewann.
1884 reiste er nach Rom, um klassische Malerei zu studieren. Im folgenden Jahr ging er nach Paris und wurde, wie viele andere angehende Künstler, von der dort florierenden experimentellen Kunstszene fasziniert.
1888 heiratete er Clotilde García und ein Jahr später kehrten sie in ihre Heimat zurück und ließen sich in Madrid nieder. In dieser Zeit begann Sorolla wirklich, sich einen Namen zu machen, indem er alle seine Einflüsse zusammenführte und seinen eigenen Stil verfeinerte. Er verbrachte den Rest seines Lebens mit Malen und reiste ausgiebig durch Europa und die USA, wo er internationale Anerkennung erlangte.
1914 fügte Joaquín Sorolla seiner Laufbahn eine akademische Note hinzu und begann, an der Madrider Kunstschule über Farbe und Komposition zu lehren. 1920 erlitt er einen Schlaganfall mit Halbseitenlähmung, der ihn auf der linken Seite lähmte. Schließlich starb er 1923 in Cercedilla.
Joaquín Sorolla: Künstlerische Stile und Einflüsse
Sorolla begann seine künstlerische Laufbahn mit einer recht klassischen Ausbildung. Er wurde nach einem Besuch im Museo del Prado in Madrid im Jahr 1881 im Alter von 18 Jahren von vielen spanischen Meistern inspiriert und beeinflusst. Unter anderem bewunderte er die sorgfältigen Techniken von Diego Velázquez und El Greco, was in seinen eigenen Gemälden deutlich wird.
Ebenso war die Feinheit der klassischen und der Renaissance-Kunst von großer Bedeutung für seine künstlerische Entwicklung, als er mit 21 Jahren in Rom studierte.
Der Wendepunkt für Joaquín Sorolla war jedoch zweifellos sein erster Besuch in Paris im Jahr 1885. In dieser besonderen Stadt entfaltete sich sein künstlerisches Gespür, und er konnte Kunst sehen, die von seinen Zeitgenossen gelebt und geschaffen wurde, statt nur die Werke früherer Meister zu studieren. Sorolla war vom Impressionismus fasziniert, der zu jener Zeit auf dem Höhepunkt stand.
Sorolla kehrte nach Rom zurück, nahm diesmal jedoch die dicken Pinselstriche und die lebendige Weichheit des Impressionismus mit und begann, diese Elemente mit seiner klassischen Ausbildung zu verschmelzen. Sorolla hatte etwas berührt – etwas Frisches entstand, etwas Neues und etwas, das nur ihm gehörte.
Die Werke Joaquín Sorollas zeichnen sich besonders durch die Darstellung von Licht aus. Wenige Künstler beherrschten das schwer fassbare Gleichgewicht von Licht und Dunkelheit so gut, aber Sorollas Gemälde schaffen es immer wieder mühelos. In seinen späteren Jahren arbeitete er neben dem Weitermalen an zahlreichen exquisiten Porträts.
Wenn Sie nach Madrid reisen, können Sie in der Museo Sorolla (General Martínez Campos 37, U-Bahn: Iglesia/ Rubén Darío/ Gregorio Marañón) eine umfangreiche Sammlung von Joaquín Sorollas Gemälden bewundern.
Joaquín Sorolla: Berühmte Werke
- Moro con Naranjas (1885: Museo Sorolla, Madrid)
- La Fuente, Buñol (1885-90: Museo Sorolla, Madrid)
- El Pillo de Playa (1891: Museo Sorolla, Madrid)
- Mar y Rocas de San Esteban, Asturien (Museo Sorolla, Madrid)
- A la Sombra de la Barca, Valencia (1903: Museo Sorolla, Madrid)
- Fuente del Alcazar, Sevilla (1908: Museo Sorolla, Madrid)
- Clotilde con Traje de Noche (1910: Museo Sorolla, Madrid)
- La Siesta (1911: Museo Sorolla, Madrid)
- Retrato de Raquel Meller (1918: Museo Sorolla, Madrid)
- Retrato de la Señora de Pérez de Ayala (1920: Museo Sorolla, Madrid)