Semana Santa & Ostern in Spanien
Spanische Kultur & Sprache

Semana Santa

Eines der schönsten Volksfeste Spaniens ist die Semana Santa (Karwoche zu Ostern). Über eine Woche befindet sich ganz Spanien im Ausnahmezustand mit Musik, Prozessionen, Theater, kulturellen und religiösen Veranstaltungen. Kommen Sie zu Ostern nach Spanien und erleben Sie die spanische Kultur hautnah!

Enforex hat das ganze Jahr geöffnet, auch während der Woche der Semana Santa. Falls Sie zu dieser Zeit nach Spanien kommen möchten, empfehlen wir Ihnen besonders die andalusischen Städte Granada, Sevilla und Marbella. In Andalusien wird die Semana Santa sehr ausgiebig mit prunkvollen Prozessionen und Umzügen gefeiert und ist zudem mit angenehmen Temperaturen zu dieser Jahreszeit ein besonderes Ausflugsziel innerhalb Spaniens.

Die Termine für die Semana Santa ändern sich jedes Jahr (je nach Osterwochenende). Bevor Sie also Ihren Urlaub planen, lieber nochmal auf den Kalender schauen.

Wo ist Semana Santa?

Semana Santa wird in allen Städten und Dörfern des ganzen Landes gefeiert. Jede Stadt hat seine eigenen Feierlichkeiten und Veranstaltungen, wobei die Semana Santa in Andalusien besonderen Stellenwert inne hat. Die Hauptstadt Andalusiens, Sevilla, beispielsweise beeindruckt mit einzigartigen Prozessionen und Umzügen.


Semana Santa
Geschichte der Semana Santa

Traditionen der Semana Santa

Der Mittelpunkt der Feierlichkeiten, besonders in Andalusien, sind die beeindruckenden religiösen Prozessionen. In einer Stadt gibt es oftmals mehrere Prozessionen der verschiedenen Gemeinden verteilt auf die ganze Woche der Semana Santa. Während einer Prozession laufen Büßer in schmuckvollen Gewändern, Frauen in traditionellen schwarzen Kostümen und ein Orchester mit Bläsern und Trommlern durch die Straßen der Stadt. Der Mittelpunkt des Umzugs sind zwei prunkvoll geschmückte Pasos ("heilige Stühle" bzw. Festwagen), die auf Schultern von bis zu 40 Männern durch die Straßen der Stadt getragen werden. Auf einem Paso befindet sich eine heilige Jungfrau und auf dem anderen ein riesiges Jesuskreuz. Die Männer unter dem Paso leisten Schwerstarbeit und haben alle Abläufe mit viel Schweiß vorher eingeübt.

Beeindruckend sind auch die zahllosen Büßer, die mit langen Gewändern, hohen, spitzen Hauben und Masken den Zug begleiten und oftmals barfuß laufen. Sie haben eine gewisse Ähnlichkeit mit den Verkleidungen des Ku Klux Klan, sind aber völlig unabhängig voneinander.

Auch die Zuschauer kleiden sich oft schick und traditionsbewußt. Vor allem in der 2. Hälfte der Semana Santa putzen sich die Einheimischen heraus und feiern die Prozessionen in würdigem Stil.

Geschichte der Semana Santa

Die heutigen Prozessionen mit der Darstellung des Leidenswegs Christi hat sich über mehrere Jahrhunderte hinweg entwickelt. Einen wichtigen Punkt in der Geschichte der Semana Santa markiert das Jahr 1521, als der Marqués de Tarifa aus dem Heiligen Land (Palästina) nach Spanien zurückkehrte. Nach seiner Reise institutionalisiert er den Via Crucis (Leidensweg Jesu Christi während er sein Kreuz trug) in Spanien und von diesem Augenblick an wurde diese heilige Veranstaltung mit einer Prozession gefeiert. Im Laufe der Zeit wurden auch Szenen der Kreuzigung und andere heilige Elemente in die Prozessionen aufgenommen und entwickelten sich schließlich zu dem, was wir heute sehen können.