El 3 de Mayo
Spanische Kultur & Sprache

El 3 de Mayo

Bei Enforex können Sie beim Sprachkurs Spanisch + Kunstgeschichte alles über El 3 de Mayo und viele weitere berühmte spanische Kunstwerke erfahren und dabei Spanisch lernen. Dieser Kurs wird in folgenden Städten angeboten: Barcelona, Granada, Madrid & Salamanca und wird jeweils von geführten Museumsbesuchen begleitet. Falls Sie sich für Madrid entscheiden, können Sie das Werk sogar als Orginalwerk "El 3 de mayo" im Museo del Prado betrachten.

Das Meisterwerk von Francisco Goya entstand im Jahre 1814 (auch bekannt als 'Los fusilamientos de Príncipe Pío') ist eine Darstellung einer Kriegszene im Kampf gegen Napoleon. Das Bild wurde Symbol für die Gräultaten des Krieges. Viele Maler haben versucht ein ähnlich dramatisches Gemälde wie Goya zu zeichnen, jedoch nur wenige reichten an die Aussagekraft des Bildes heran.

Erstaunlich erscheint, dass Goya bei der dargestellten Szene nicht vor Ort war und die spezifische Szene nicht aus dem Gedächtnis nachzeichnete. Vielmehr steht das Bild als Symbol für die zahlreichen Toten, die ihr Leben bei den Aufständen gegen die französischen Truppen 1808 in Madrid verloren. Erst 6 Jahre später, 1814, entstanden zwei berühmte Werke Goyas über die Vorfälle des Krieges. Das erste Bild, El 2 de mayo, spiegelt eine Kampfszene an der Puerta del Sol in Madrid wieder, in der Spanier versuchen eine Attacke von französischen Truppen versuchen abzuwehren. El 3 de mayo stellt die Hinrichtung von Aufständigen dar, die nach der Niederlage gegen die Franzosen ankämpften und bei Principe Pio, Madrid zusammengetrieben und erschossen wurden.

Vor allem der schwarzhäutige Spanier und seine Hilflosigkeit kurz vor der Exekution stehen bei dem Bild im Zentrum. Das Gemälde spricht symbolisch für die vielen wehrlosen Spanier die Opfer der übermächtigen Franzosen wurden. Das Opfer steht mit ausgestreckten Armen, ähnlich der Kreuzigung Jesu Christi, und trägt ein weißes Hemd als Zeichen der Unschuldigkeit und Friedfertigkeit. An seiner Seite im Schatten stehen seine Kameraden, die als nächstes erschossen werden sollen und jeder versucht auf seine Art und Weise mit der aussichtslosen Situation fertig zu werden. Auf der anderen Seite des Opfers sind die leblosen und blutigen Körper der vor ihm Exekutierten aufgestapelt. An dieser Stelle des Szenarios ist der Menschenhaufen noch klein. Jeder Betrachter des Bildes kann sich jedoch selbst vorstellen wie dieser Berg in Kürze anwachsen wird.

Das Opfer steht mit erbarmungsvollem Gesicht vor seinen Schlächtern. Das Gesicht der uniformierten Soldaten hingegen ist nicht zu erkennen. Der Kopf ist bedeckt mit einem Hut und ihre volle Konzentration ist auf die anliegenden Gewehre gerichtet. Der starke Kontrast zwischen Emotionen, Hilflosigkeit und Unschuldigkeit auf der einen und die Dunkelheit und Brutalität auf der anderen Seite stellt die Menschlichkeit und Unmenschlichkeit gegenüber.

Goyas Hell- und Dunkel-Kontraste versetzt dem Gemälde zusätzliche Dramatik. Der Himmel ist dunkelschwarz und es gibt nur eine helle Laterne, die das Opfer, die Wartenden und die Toten beleuchtet.

Das Gemälde verliert sich nicht in unnötigen Details, sondern stellt gezielt das Opfer und die zukünftigen Opfer und deren Emotionen in den Vordergrund: Trauer, Hilflosigkeit, Gebete, Erbarmen suchend, usw. Dicke Pinselstriche erzeugen eine Grobheit der dargestellten Figuren und lassen sie wie Karikaturen erscheinen und verleihen dem Bild und der Szene Symbolcharakter.

Das Originalwerk 'El 3 de mayo' und das Pendant 'El 2 de mayo' können in Madrid im Museo de Prado betrachtet werden.