Pablo Picasso
Spanische Kultur & Sprache

Pablo Picasso

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Leben von Pablo Picasso

Der weltbekannte Künstler Pablo Picasso wird verschiedenen Stilen und Strömungen zugeordnet und beeinflußte die Entwicklung der modernen Kunst wegweisend. Seine Kunst war weitestgehend von seiner Individualität und seiner persönlichen Situation geprägt, anstatt von zeitgenössischen Strömungen.

Picasso wurde 1881 in Malaga geboren, zog als 10-jähriger mit seiner Familie nach La Coruña und 1893 nach Barcelona. In den ersten 20 Jahren seines Lebens wurde Picasso nach dem Nachnamen seines Vaters, Blasco, genannt. Bereits als Jugendlicher beeindruckte er mit dem Ölgemälde Wissenschaft und Barmherzigkeit bei Ausstellungen in Madrid und Malaga 1897. Dieser Erfolg führte ihn für kurze Zeit nach Madrid in die Hochschule für Bildende Künste in Madrid. Die akademisch, formelle Ausbildung sagte ihm jedoch nicht zu und kehrte Madrid 1899 Richtung Barcelona den Rücken.

Die Jahre 1900 und 1904 wurden als die Blaue Periode in Picassos Schaffen bekannt. Wie der Name schon sagt, verwendete Picasso melancholische Blautöne. Die Anfangszeit wurde von dem Selbstmord einer seiner besten Freunde überschattet, er begann seine Bilder mit dem Namen seiner Mutter, Picasso, zu unterzeichnen und pendelte zwischen Barcelona und Paris, ohne jedoch einen festen Wohnsitz zu haben. Die Jahre 1905-7 markieren die Rote Periode und die ersten Werke des weltberühmten Kubismus entstanden. In dieser Zeit ließ er sich dauerhaft in Paris nieder.

Pablo Picasso
Werke von Pablo Picasso

Zusammen mit seinem Freund Braque, war Picasso der Vorreiter des Kubismus. Gekennzeichnet ist dieser experimentelle Stil von versetzten und verzerrten menschlichen Formen in monotonen Farben. Der Kubismus wurde das Markenzeichen von Picasso. Er verwirklichte zahlreiche Collagen, Skulpturen und Zeichnungen in diesem Stil.

Zwischen 1917 und Mitte der 30er Jahre waren die produktivsten Schaffensjahre in Picassos Künstlerkarriere. Vor allem seine emotionalen Zustände kommen in dieser Phase sehr deutlich in seinem künstlerischen Schaffen zum Ausdruck: Glückliche Zeiten bedeuteten Optimismus, Lebendigkeit und fröhliche Farben, traurige Zeiten, wie in den 20er Jahren, waren gekennzeichnet von dunklen, melancholischen und surrealen Kunstwerken.

1937 entstand eines der berühmtesten Kunstwerke des 20. Jahrhunderts: Guernica. Guernica ist ein außergewöhnlich nachdenkliches, aufwühlendes und beunruhigendes Gemälde über die Sinnlosigkeit des Krieges. Das Bild entstand kurz nach der Bombardierung deutscher Flugzeuge, die auf der Seite Francos im Bürgerkrieg kämpften, auf die baskische Stadt Guernica.

Obwohl Picasso sich nicht vollständig der Surrealismusbewegung des 20. Jahrhunderts anschloss, wurden seine Bilder mit zunehmenden Alter abstrakter und unwirklicher. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er in Südfrankreich, wo er schließlich 1973 verstarb.

Die größten Bildsammlungen von Picasso befinden sich heute im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia in Madrid und im Museo Picasso in Barcelona.

Merkmale und Einflüsse

Picassos Leben in Paris brachte ihn mit den Vorreitern der modernen Kunst zusammen und ließ sich von zahlreichen Künstlern inspirieren. Vor allem die Werke von dem französischen Maler Cézanne waren von besonderem Interesse für Picasso.

Obwohl er gerne lernte und sich von anderen inspirieren ließ, war sein Stil einzigartig und hochgradig individuell. Zusammen mit Georges Braque entwickelte er in den Jahren 1907 und 1908 die neue Kunstbewegung Kubismus. Picasso prägte diesen Begriff während seines gesamten Künstlerlebens und veränderte typische Formen des Kubismus fortlaufend.

Der Kubismus wurde zu einem bedeutenden Grundbaustein für die Moderne Kunst. Die Fragmentierung und Veränderung von realen Dingen, vor allem menschliche Formen, des Kubismus ebneten den Weg für abstrakte und surrealistische Maler. Picasso wurde speziell durch eine afrikanische Kunstausstellung im Trocadero Museum inspiriert, wo klobige und gewagte menschliche Formen zur Schau gestellt wurden. Als erstes kubistisches Werk von Picasso wird Les Demoiselles D'Avignon (1907) angesehen.

Mit der Weiterentwicklung seines kubistischen Stils schuf er Skulpturen und Collagen. Durch die Verwendung von alltäglichen Gebrauchsgegenständen, wie Zeitungen, Brillen, etc., wurden die Anfertigung von Collagen und Skulpturen grundlegend revolutioniert.

Im Alter verwendete Picasso hellere Farben, bewegte sich mehr und mehr in die abstrakte und surreale Welt und arbeitete vor allem mit Symbolen und Objekten. Die Entwicklung seines Kubismus-Stils in späteren Jahren ist wahrscheinlich weniger auf äußere Einflüsse zurückzuführen, sondern eher auf die individuelle Weiterentwicklung Picassos.

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Werke von Pablo Picasso

  • Mujer en Azul (1901: Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid)
  • Les Demoiselles D'Avignon (1907: Metropolitan Museum of Art, New York)
  • Bottle of Vieux Marc, Glass, Guitar and Newspaper (1913: Tate, London)
  • Instruments de Musique sur un Table (1925: Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid)
  • Guernica (1937: Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid)
  • Las Meninas (1957: Museo Picasso, Barcelona)
  • El Pintor y La Modelo (1963: Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid)