Emilia Pardo Bazan
Spanische Kultur & Sprache

Emilia Pardo Bazan - Leben

Emilia Pardo Bazan war Pionierin der literarischen Richtung des Naturalismus und galt als eine der ersten Feministinnen im maskulin dominierten Spanien. Emilia Pardo Bazan wurde 1851 in Galicien geboren und wuchs unter wohlhabenden Verhältnissen auf. Früh wurde sie von ihrer Familie auf dem Weg zur Schriftstellerin gefördert, bereits mit 9 begann Emilia Pard Bazan zu schreiben. Sie entwickelte sich zu einer Schriftstellerin und Gelehrten mit starkem und selbstbewussten Charakter und fand für ihre freie Meinungsäußerung und Gesellschaftskritiken hohe Anerkennung.

Ihre Werke waren ein Spiegelbild ihrer Persönlichkeit und ihres Lebens. Sie versuchte ihre Geschichten für den Leser nicht als fiktionale Erzählung erscheinen zu lassen, sondern wollte den Leser durch ihre Natürlichkeit berühren (Naturalismus). Primitive Wörter oder unmoralische Situationen aus dem Alltag fanden in ihren Werken Beachtung und sorgten für Aufsehen. Ihre besten Romane sind: Los Pazos de Ulloa und La Madre Naturaleza.

Ihr Drang nach Gleichberechtigung der Frau innerhalb der Gesellschaft machte sie zu einer leidenschaftlichen Politikerin und kämpfte standhaft für die Rechte der Frauen. Sie heiratete bereits im Alter von 18 Jahren und veröffentlichte ihren ersten Roman Pascual Lopez ca. 10 Jahre später (1879). War ihr erster Roman noch relativ erfolglos, fand Un Viaje de Novio im Jahre 1881 mehr Anerkennung. Dieser Roman führte Elemente des französischen Realismus in die spanische Literatur ein. Ein weiteres nennenswertes Werk in diesem Zusammenhang ist La Tribuna aus dem Jahre 1885. 1906 wurde sie als erste Frau an den Lehrstuhl für Literatur der Madrider Universität berufen und 1921 für den Senat vorgeschlagen. Im gleichen Jahr starb sie jedoch in Madrid.

Emilia Pardo Bazan - Werke

  • El Cisne de villamorta
  • Los Pazos de Ulloa
  • La Madre Naturaleza
  • La Cristiana
  • Cuentos de amor
  • Arco Iris
  • Misterio
  • La Quimera